Rendite-Rechner

Eines vorab:
Wenn Sie in Wertpapiere – gleich welcher Art – investieren, müssen Sie mit Kursschwankungen rechnen. Anders als beim Festgeld, wo Sie erwarten können, nach Ablauf eines bestimmten Zeitraum eine vorher kalkulierbare Summe zurück zu erhalten, ist jedes Wertpapier Kursschwankungen unterworfen. Im Moment der Investition kennt niemand den genauen späteren Verkaufserlös eines Wertpapiers. Grundsätzlich sollten Sie sich beim Handel mit Wertpapieren an folgende 3 Regeln halten:

Regel Nr. 1:
Investieren Sie nie geliehenes Geld in Wertpapiere. Es klingt zwar verlockend, einen Kredit mit günstigen Konditionen aufzunehmen, um mit dem geliehenen Geld Papiere mit hoher Gewinnperspektive zu kaufen. Wenn die Gewinnperspektive des Wertpapiers um den Faktor 10 oder noch höher ist als der Kreditzins, lassen sich manche zu einem solchen Geschäft verleiten. Doch unterm Strich überwiegen dabei klar die Nachteile. Falls der Kurs des Wertpapiers über Monate stagniert oder sich in die falsche Richtung bewegt, gerät man schnell in Zugzwang, und muss das Wertpapier unter Umständen zur Unzeit mit Verlust verkaufen.

Regel Nr. 2:
Investieren Sie nur diejenigen Eigenmittel in Wertpapiere, die Sie in absehbarer Zeit sicher nicht brauchen werden. So geraten Sie beim Verkauf nicht unter Druck und können in Ruhe einen günstigen (=profitablen) Zeitpunkt für den Verkauf abwarten.

Regel Nr. 3:
Passen Sie die Höhe Ihrer Investition dem Kurschwankungsrisiko des jeweiligen Wertpapiers an. Wertpapiere wie „Wolfs Wahl“ (ISIN DE000LS9NTH, WKN LS9NTH) haben ein höheres Schwankungsrisiko als z.B. Aktien großer Unternehmen wie Nestlé, Amazon oder Microsoft – doch dafür haben spekulative Wertpapiere unter Umständen eine höhere Gewinnperspektive.

Damit Sie nicht unnötig unter Druck geraten und in Ruhe den optimalen Verkaufszeitpunkt abwarten können, sollten Sie maximal 10% Ihrer freien Mittel (also 10% derjenigen Mittel, die Sie in absehbarer Zeit sicher nicht brauchen) in spekulative Wertpapiere mit höherem Schwankungsrisiko investieren.

Praxis-Beispiel:
Angenommen, Sie verfügen über 10.000,- Euro freie Mittel. Maximal 10% davon – in diesem Fall also maximal 1.000,- Euro – können Sie in Wertpapiere mit höherem Schwankungsrisiko investieren. Da Sie nur volle Stückzahlen eines Wertpapiers kaufen können, werden Sie fast nie auf exakt 10% kommen. Beispiel: Wenn der Stückpreis eines Wertpapiers bei 300,- Euro liegt, können Sie maximal 3 Stück kaufen (1.000 / 300 = 3,333 Stück; abgerundet 3 Stück).

Was können Sie erwarten?
Wenn wir das obige Beispiel fortschreiben, lässt sich leicht errechnen, was Sie erwarten können, wenn Sie maximal 1.000,- Euro bzw. maximal 10% Ihrer dauerhaft liquiden Mittel in „Wolfs Wahl“ (ISIN DE000LS9NTH, WKN LS9NTH) investieren.

Im idealen Fall steht am Ende ein Gewinn. Allerdings müssen Sie auch immer die Möglichkeit eines Verlusts in Betracht ziehen. Die nachfolgende Tabelle vergleicht die Gewinnperspektive und das Verlustrisiko einer Investition in „Wolfs Wahl“.

Damit Sie sich Ihr eigenes Bild machen können:

Gegenbeispiel:
Angenommen, Sie gehören zu den 29 Millionen gelegentlichen oder regelmäßigen Lottospielern: Wenn Sie als Lottospieler jede Woche 9,50 Euro für einen Lottoschein bezahlen, haben Sie in der niedrigsten Gewinnklasse (2 Richtige + Superzahl) eine Gewinnchance von 1:79. Statistisch gesehen, müssten Sie 79 Wochen Lotto spielen, um einen Gewinn in der niedrigsten Gewinnklasse zu erzielen. Die Auszahlung in dieser Gewinnklasse liegt meist zwischen 5,- und 20,- Euro. D.h. Sie setzen bei 79 Spielen insgesamt ca. 750,- Euro ein, und erhalten statistisch gesehen 20,- Euro zurück.

Zugegeben, beim Lotto hat man in der höchsten Gewinnklasse 1 die Chance auf einen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich. Doch die Chance auf diesen Gewinn liegt bekanntermaßen bei ca. 1:140 Millionen. Man müsste demnach mehr als 2,5 Millionen Jahre lang wöchentlich einen Lottoschein abgeben, um statistisch gesehen ein Mal einen Gewinn in Gewinnklasse 1 zu erzielen. In dieser Zeit hätte man allerdings 1.330 Millionen bzw. 1,33 Milliarden Euro für Lottoscheine ausgegeben.

Vorschlag:
Reduzieren Sie Ihren Lotto-Einsatz von 9,50 Euro pro Woche auf 5,50 Euro pro Woche. Die restlichen 4 Euro summieren sich in 5 Jahren auf: (4 Euro x 52 Wochen x 5 Jahre)  = 1.040,- Euro. Diese 1.040,- Euro tragen Sie nicht zum Kiosk, sondern Sie investieren dieses Geld in ein Wertpapier mit ansprechender Gewinnperspektive. Sie kaufen Anteile dieses Wertpapiers, lassen die Anteile 5 Jahre lang liegen, und vergleichen nach 5 Jahren das Ergebnis mit Ihrem Lotto-Ergebnis. Ich verspreche Ihnen: Sie werden mehr als überrascht sein.

(Spielen Sie Lotto? Dann verzeihen Sie mir bitte den obigen Seitenhieb aufs Lottospiel. Ich mag das Lottospiel nicht – allein schon deshalb, weil der Staat 40% der Spieleinsätze für seine Zwecke kassiert. Das ist Enteignung „vom Feinsten“. Und zum Thema „Glück“: Als Börsen-Kaufmann darf ich mir zwar Glück bei meinen Entscheidungen wünschen, vertrauen darf ich aber nur auf Fakten, Analysen und signifikante Wahrscheinlichkeiten.)

Noch Fragen?
Haben Sie noch Fragen zu der obigen Berechnung? Dann nutzen Sie bitte das Kontaktformular. Ich helfe Ihnen gern.

Christian Wolf

Über Christian Wolf

Christian Wolf hat seit 30 Jahren Erfahrung mit den Finanzmärkten. Er beobachtet und analysiert die Aktien-, Anleihen- sowie Rohstoffmärkte weltweit und ist routiniert im Handel mit Wertpapieren. Zudem gilt er als versierter Kenner historischer und geopolitischer Zusammenhänge.

Der Diplom-Betriebswirt berät ausgesuchte Unternehmer und Privatleute bei ihren Investitionen. Für renommierte Magazine und Informationsdienste, u.a. "Fuchsbriefe" und "Focus Money" sowie den einzigen bankenunabhängigen Währungsbrief Europas war er als Finanzredakteur tätig.

Bekannt ist er für treffsichere Prognosen. Im Jahr 1998 sprach er bei 333 US-Dollar eine Kaufempfehlung für Platin aus. Das Edelmetall stieg von da an bis auf 2300 Dollar Anfang 2008. Zum Ausstieg aus dem Neuen Markt "bimmelte" er beim realen Jahrhunderthoch deutscher Aktien im März 2000. Antizyklisch blies er im Jahr 2000 zum Einstieg in Gold und Goldaktien, deren Index in den Folgejahren 1500 Prozent gewann.

Wolf spürt mit Vorliebe die großen Trends frühzeitig auf, er geht dem Geld entgegen, statt ihm nachzulaufen. Basis seiner Strategie ist die antizyklische Anlagestrategie, da Gewinne im billigen Einkauf liegen. 

Christian Wolf war freier Autor für Gold & Money Intelligence, Focus Money Vermögensverwalter, Kopp-Verlag, Compact, eigentümlich frei und Junge Freiheit. 2013 erschien im Kopp Verlag sein Dossier Gold strategisch und taktisch richtig kaufen und 2019 das Buch "Dumm, dümmer, deutsch".

Immer einen Schritt voraus: Wolfs Finanznewsletter erklärt ein Mal wöchentlich, wo und warum Wolf investiert. Zahlen, Daten, Fakten - statt Börsenmärchen und Anlegerverdummung. Überzeugen Sie sich selbst; melden Sie sich hier kostenlos zu Wolfs Finanznewsletter an:

Wolfs Wiki in FOCUS MONEY

FOCUS MONEY über Wolfs Wiki

FOCUS MONEY in Ausgabe 33/2019 über Wolfs Wiki:

Viele Auszeichnungen: Das Zertifikat „Wolfs Wahl“ hamsterte auf der Wikifolio-Plattform bislang Auszeichnungen wie sowjetische Offiziere
Orden. Das Papier ist ein „Bestseller“ mit einer „High-Performance“, ist „aktiv diversifiziert“ und hat „treue Anleger“.

FOCUS MONEY untersuchte intensiv die Strategie von Wolfs Wikifolio: Lesen Sie hier den kompletten 2seitigen Beitrag: FOCUS MONEY - Ausgabe 33/2019 vom 7. August 2019.